Budapest im Hochsommer zur EM 2024 war für uns ein genialer Mix aus Sommerhitze, Fußball-Fieber und richtig gutem Essen. Ein Männertrip zu dritt mit Max H als hochmotiviertem Trinkbeauftragten, Joshua als Ruhepol und mir mittendrin. Trotz des zähen Zug-Debakels bei der Anreise überzeugte die Stadt auf ganzer Linie: Das Wombat's Hostel lag perfekt, das Széchenyi-Thermalbad bei 32 Grad Außentemperatur war ein Genuss, die Fischerbastei wunderschön - und das Gulasch am letzten Abend der perfekte kulinarische Abschluss.
„Thermalbad bei 32 Grad Hitze, barfüßiges Public Viewing, Szimpla-Kert-Nächte und das beste Gulasch unseres Trips."
- Der Gulasch-Traum am letzten Abend - absolut genial und der perfekte kulinarische Abschluss
- Das Széchenyi-Thermalbad
- Fischerbastei mit Postkarten-Blick über die Donau und das Parlament
- Public Viewing am Akvárium Klub (Erzsébet tér) mit barfüßigen England-Fans
- Verschachtelte Ruin-Bar-Atmosphäre im Szimpla Kert
Anreise & Das Zug-Debakel zur EM
Unsere Reise begann am Hauptbahnhof München - und sie hat meine ohnehin schon eher verhaltene Liebe zum Zugfahren gleich am ersten Tag auf eine harte Probe gestellt. Über acht Stunden in einer Direktverbindung zu sitzen klang im Vorfeld nach entspanntem Entschleunigen, entpuppte sich in der Realität aber als absolut zäher Kaugummi. So lange auf engstem Raum eingepfercht zu sein für einen so minimalen Streckenzugewinn (anders als beim Fliegen), ist einfach überhaupt nicht mein Ding.
Das eigentliche Drama spielte sich aber auf unseren Handys ab: Es war der 5. Juli 2024, der Tag des EM-Viertelfinals Deutschland gegen Spanien. Während unser Zug gen Osten ratterte, versuchten wir zu dritt — Max H, Joshua und ich —, das Spiel per Livestream zu schauen. Was folgte, war eine epische Schlacht gegen Funklöcher. Gefühlt alle zwei Minuten kackte das Internet ab und wir starrten auf den rotierenden Ladekreis der Hölle.
Ausgerechnet in der Verlängerung hatten wir kurz stabileres Netz – genau rechtzeitig, um das fragwürdige Gegentor durch Spanien und das legendäre Cucurella-Handspiel live mitzuerleben. Ein kollektiver Aufschrei ging durch den Wagon. Spanier waren keine an Bord, nur deutsche Leidensgenossen. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch: Der Frust wandelte sich mit ein paar kühlen Zug-Bieren schnell in ein ziemlich witziges EM-Gefühl, das uns die restlichen Stunden im Zug rettete.

Wombat’s Hostel, Mein Euro-Fauxpas & Monopoly-Geld
In Budapest angekommen, waren wir positiv überrascht: Unser Wombat’s City Hostel Budapest lag schlichtweg phänomenal mitten im Geschehen. Wir hatten zu dritt ein komplettes Viererzimmer für uns allein abgestaubt - inklusive eigener Klimaanlage und Stockbetten. Keine schnarchenden Fremden, pure Entspannung.
Unsere Rollenverteilung in der Crew war ab Minute eins glasklar:
- Max H ernannte sich selbst hochoffiziell zum Trinkbeauftragten und achtete feuchtfröhlich darauf, dass ja keiner unterhopft war.
- Joshua war die Ruhe selbst und ging alles schön gemütlich an.
- Ich war der ausgleichende Vermittler in der Mitte („der gute Dazwischen“).
Erster Abend, erster Fauxpas: Voller Selbstbewusstsein hob ich am Automaten Euros statt Forint ab. Sehr zum Gespött der Jungs - und als wichtiger Reminder: EU bedeutet nicht gleich Euro!
Als wir dann doch noch an ungarische Forint kamen, ging der Spaß erst richtig los: Die Tausenderscheine fühlten sich an wie Monopoly-Geld. Und das ist verdammt gefährlich! Man bildet sich sofort ein, man sei Multimillionär, und haut die Kohle auf den Kopf. Auf Max’ drängendes Verlangen hin sind wir direkt zweimal richtig auf den Putz hauen gegangen und haben die Schanigärten der Stadt unsicher gemacht.
Donau-Kulisse, Fischerbastei & Paprika-Currys
Am nächsten Tag meinte es der Wettergott fast schon zu gut mit uns: Strahlend blauer Himmel und knackige 32 Grad im Schatten. Von unserer zentralen Hostel-Bude aus spazierten wir entspannt zur Donau und überquerten die beeindruckende Széchenyi-Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd). Drüben angekommen standen wir direkt vor der historischen Standseilbahn (Budavári Sikló). Aber nö - Cable Car fahren kann jeder, wir haben Beine und sind zu Fuß auf den Burgberg gekraxelt!

Oben angekommen wartete das absolute visuelle Highlight unserer Reise: Die Fischerbastei (Halászbástya). Die strahlend weißen Zinnentürme, Freitreppen und Bögen wirkten wie aus einem Märchenfilm. Der Ausblick über die Donau und das Parlament drüben in Pest war einfach richtig nice!
Kulinarisch war Budapest eine Überraschung: Das Essen war von vorne bis hinten klasse. Zum Mittag gab es ein richtig gutes, paprikabetontes Gulasch - genau mein Geschmack. Dazu frisch ausgebackener Lángos am Stand auf die Hand. Anschließend schlenderten wir entspannt rüber zur imposanten St. Stephans-Basilika (Szent István-bazilika) für ein paar tolle Fotos.
Thermalbad bei 32 Grad & Barfuß-Engländer
Am Nachmittag machten wir etwas, das auf den ersten Blick nach komplettem Irrsinn klingt: Bei 32 Grad Affenhitze in der prallen Sonne gingen wir ins berühmte Széchenyi-Thermalbad ins warme Wasser.

Aber ich liebe warmes Wasser einfach! Auch bei 32 Grad Hitze war das Planschen im riesigen Außenbecken die reinste Erfrischung. Die Brunnen sahen echt nett aus und die Rutschen waren richtig cool - ich war voll in meinem Element!
Abends ging es für uns zum Akvárium Klub am Erzsébet tér. Der ganze Platz war zu einer riesigen EM-Fan-Zone umgebaut. Wir machten es uns auf den Bänken gemütlich, tranken kühles Bier und schauten uns das internationale Fan-Gewusel an. Absoluter Brüller waren die englischen Fans: Die erfüllten treffsicher jedes Klischee. Betrunken, laut aber lustig. Einer stand dort tatsächlich vollkommen barfuß rum!
Feiern & Der Gulasch-Traum
Abends ging es zum Ausgehen ins Szeneviertel: Wir landeten in einem abgefahrenen Club mit Gewölbedecken und richtig genialer Stimmung. Die Atmosphäre war super entspannt und es wurde ein ordentlich feuchtfröhlicher Abend. An alle Details des späten Verlaufs kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern hahah!

Den perfekten Abschluss gab es beim Essen an unserem letzten Abend: Wir waren in einem schicken, angesagten Restaurant und bekamen fantastisches ungarisches Gulasch serviert. Schön angerichtet in einer Kasserolle mit sauren Gurken, Zwiebeln und Röstinchen - richtig gut gewürzt und auf den Punkt. Ein rundum gelungenes Festmahl und der beste kulinarische Ausklang für unseren Trip.
Was bleibt
Budapest 2024 war ein rundum gelungener Sommerstädtekurztrip. Angefangen mit einer zähen Zugfahrt und dem bitteren deutschen EM-Aus, hat sich der Trip dank phänomenalem Wetter, toller Hostel-Lage, dem erfrischenden Széchenyi-Thermalbad, durchzechten Nächten und diesem fantastischen Gulasch am Ende in ein echtes Highlight verwandelt.
- Zähe 8-Stunden-Zugfahrt ab München Hbf — Funklöcher beim EM-Viertelfinale
- Das bitter-fragwürdige Ausscheiden Deutschlands gegen Spanien (Cucurella-Handspiel) im Zug-Stream verpasst/mitgelitten
- Mein Euro-Fauxpas am ersten Abend am ungarischen Geldautomaten
- Standseilbahn (Budavári Sikló) zum Burgberg - lieber zu Fuß gelaufen
Ungarn
Im Atlas öffnenUngarn im Hochsommer 2024: Budapest vibrierte im EM-Fieber. Perfekte Mischung aus Thermalbädern, prächtiger Architektur an der Donau, feuchtfröhlichem Nachtleben in den Ruin Bars und exzellenter paprikabetonter Küche.
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„Eine Stadt an der Donau, drei Männer, vier Tage Hitze, Fußball und Gulasch-Glück."
- Budapest Phänomenales Hostel, Fischerbastei, Parlamentsgebäude, Széchenyi-Bad, Szimpla Kert.
- Széchenyi-Kettenbrücke Historische Hängebrücke über die Donau zwischen Buda und Pest.
- Fischerbastei Visuelles Haupt-Highlight auf dem Burgberg mit spektakulärem Blick auf das Parlament.
- Parlamentsgebäude Imposantes neogotisches Bauwerk am Ufer der Donau.
- Széchenyi Thermalbad Berühmtes Thermalbad im Stadtwäldchen — geniale Sommererfrischung.
- St. Stephans-Basilika Neoklassizistische Kathedrale mitten in der Stadt.
- Akvárium Klub (Public Viewing) Fan-Meile am Erzsébet tér — EM-Stimmung im Gras mit Bier.
- Szimpla Kert Die Ur-Ruin-Bar Budapests mit verschachtelten Räumen und genialer Atmosphäre.